Montag, 4. Januar 2010

Blutsbräute von Margie Orford

Eher zufällig, beim Stöbern in der Buchhandlung bin ich auf dieses Buch gestossen und habe es mir zu Gemüte geführt.

Entgegen der Behauptung auf dem Einband, welche Spannung von Anfang bis Schluss verspricht, ist das Buch eher ein "Durchhalten bis fertig".

Die Geschichte ist doch von Beginn weg recht durchschaubar. Leider ist sie auch etwas langatmig geschrieben und es fehlt teils der rote Faden. Es finden Handlungssprünge oder unlogische Verhaltensweisen der Charaktere statt, die nicht nachvollziehbar sind. Logisch erforderliche Stücke im Handlungsablauf fehlen.


So eiern dann also die berühmte Profilerin, welche sich ausschliesslich von ihrem Gefühl und ihrer Intiution leiten lässt (hallo?) und der Detective, ein Säufer und ihre Affäre, drei Viertel des Buches herum. Von Professionalität und Analyse von Hinweisen keine Spur. Genausowenig von gründlicher Recherche der Autorin. Das Geschreibsel über die persönlichen Probleme der Profilerin, ihrer Zwillingsschwester und des Detectives ist recht wirr und trägt überhaupt nicht zur Spannung bei.


Die Täter (ziemlich früh bekannt) andererseits morden ungehindert weiter. Plötzlich fällt der Täter wie ein Wunder in flagranti vom Himmel. Der Täter wird gestellt und obwohl vorher sehr berechnend und intelligent, stellt er sich völlig dämlich und triebhaft an. Er ist sehr plump und einfach zu überwältigen. Aber Achtung, wieso ist es plötzlich nur ein Täter? Es waren offensichtlich die ganze Zeit mehrere. Und was hatte es mit vielen anderen Fragen auf sich, die ungeklärt bleiben, z.B. die Ausrichtung der Ermordeten nach der Himmelsrichtung?
Das Buch ist fertig, obwohl nicht richtig abgeschlossen und sauber gelöst.


Positiv zu erwähnen ist einzig, dass das Buch aus Südafrika stammt und dadurch zwischen den Zeilen einige interessante Einblicke in die Wahrnmung und Lebenssituation der Südafrikaner gibt. Von Beginn weg fallen die interessanten Namen der Charaktere auf, die in unserer Hemisphäre kaum bekannt sind. Dies verleit dem Buch aus unserer Sich eine gewisse Exotik.

Als nächstes: Die Arena von Stephen King ...

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